Hundert Tage Eisner

 10,00

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Gerhard Schepper: Hundert Tage Eisner. Ein Theaterstück über die Revolution von 1918/19. Gerhard Schepper Verlag, Münster, 2004, ISBN: 3-9809542-0-X, 10 Euro

„ Die dümmste und unehrlichste Methode, Geschichte zu schreiben, ist die, das Bestehende zu rechtfertigen“, schrieb Kurt Eisner. Was er mit Blick auf das Deutsche Reich feststellte, gilt gewiss auch für die Revolutionsjahre 1918/1919. Noch immer wird diese Zeit der Erhebung der Massen von Politik und offizieller Geschichtsschreibung verkannt. Zu Unrecht, denn sie brachte nicht nur eine Beendigung des Ersten Weltkrieges, sondern auch das Frauenwahlrecht, den Achtstundentag und den Abschied vom monarchistischen Geist. Und die Revolution war durch und durch gutmütig, hierin vielleicht sogar einzigartig in der Weltgeschichte. Ihr Scheitern öffnete den Nationalsozialisten die Tür. Verkannt wird auch einer der wenigen Realpolitiker der damaligen Zeit, Kurt Eisner, der erste Ministerpräsident Bayerns. Dabei hat seine Idee, die Menschen durch einen Dualismus von Räten und Parlamenten unmittelbar an der Demokratie zu beteiligen – partizipative Demokratie würde man heute sagen – seine ethische Begründung für eine friedliche und sozialistische Entwicklung und seine Liebe zu den Menschen Vorbildcharakter bis auf den heutigen Tag.
Das Theaterstück ist historisch gut fundiert. Alle wesentlichen Aussagen der handelnden Personen sind authentisch. Es ist somit auch ein geschichtliches Lehrstück.

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